Schlagwort: agile Organisation

Podcast: Ist eine agile Organisation krisenfester?

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“Ich hoffe, dass jede Organisation in einen gemeinsamen Reflexionsprozess kommt. Das ist wichtig, um zu reflektieren, was die Krise jetzt eigentlich mit uns, mit der Organisation gemacht hat!”

Das sagt Thomas Mampel, Geschäftsführer des Stadtteilzentrums Berlin-Steglitz und Vorsitzender des Verbands für sozialkulturelle Arbeit (VSKA e.V.).

Mit Thomas habe ich zu einer nicht menschlichen Uhrzeit gesprochen und er hat sich bereit erklärt, drei Fragen zu seiner Arbeit und den Entwicklungen des Stadtteilzentrums Steglitz im Krisenmodus zu beantworten.

Thomas liefert hochgradig spannende Einblicke in seinen Alltag als Geschäftsführer (über den er übrigens selbst bloggt), die Herausforderungen der Krise und vor allem den “agilen” Organisationsentwicklungsprozess des Stadtteilzentrums.

Außerdem gibt es zum Schluss noch einen Ausblick und die Beantwortung der Frage, warum die Krise Kooperationen stärkt und die Kultur der Gesamtorganisation radikal verändert.

Und falls Du Dich für eine begleitete Reflexion Deiner Organisation interessierst, kannst Du gerne in meine “Lösungsorientierte Kurzzeitsstrategie in der Krise” rein schauen.

Viel Spaß beim Hören! Hier geht’s zum Podcast:


Die Folge mit Thomas ist übrigens auch die erste Folge in meiner Interviewreihe, in der ich mit Entscheider*innen der Sozialwirtschaft zu ihren Eindrücken und Learnings in und aus der aktuellen Corona-Krise (und weit darüber hinaus) spreche. In unregelmäßigen Abständen werde ich die Folgen hier als Beiträge posten, so dass Du sie auch hier finden kannst…

P.S.: Wenn Du selbst mit mir sprechen magst oder jemanden kennst, der unbedingt einmal hier auftauchen sollte, immer her mit den Daten. Schreibt einfach ne mail an he@ideequadrat.org

Ach ja und falls Dir der Podcast gefällt und Du zum weiteren Bestehen beitragen willst, kannst Du hier eine kleine Spende dalassen…

Organisationale Burnout-Prävention in Zeiten der Digitalen Transformation

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Mein letzter Beitrag, “Burnout, New Work und der ganze Rest“ hat einige spannende Reaktionen ausgelöst. Einerseits viele positive Reaktionen, wenn man mit Blick auf die Thematik von positiven Reaktionen sprechen kann. Meine Zustandsbeschreibung zur Lebensrealität von Menschen und insbesondere – subjektiv gefärbt – Familien in Zeiten der digitalen Transformation, in Zeiten eines negativ verstandenen „New Work“ mit ständiger Erreichbarkeit, Flexibilisierung, zunehmenden Druck und Kontrollwahn, zunehmender Absicherung von Seiten der Führungskräfte stieß auf offene Ohren. Aber – und das ist die kritische Seite – es war eine reine Zustandsbeschreibung. Wenig sinnvolle Tipps und Möglichkeiten, wie denn jetzt auf die uns zunehmend betreffenden Herausforderungen reagiert werden kann, welche Optionen es gibt und wie Auswege aussehen können. Das will ich hiermit – vor allem bezogen auf organisationale Möglichkeiten der Burnout-Prävention – nachholen. Oder als den Beitrag leitende Fragestellung formuliert:

Brauchen wir Social Innovation Labs?

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Wenn man sich mit Fragen der Innovationsfähigkeit von Organisationen befasst, stößt man unweigerlich auf Innovation Labs. Teilweise sind dies – insbesondere in produzierenden Unternehmen – F+E-Abteilungen, also Abteilungen, die für die Forschung und Entwicklung neuer Produkte zuständig sind. Teilweise sind dies auch sog. “Innovation Labs” oder “Innovation Hubs“. Der kreativen Namensgebung sind da keine Grenzen gesetzt. Mit Blick auf soziale Organisationen, aber auch mit Blick auf die meisten Verbände der freien Wohlfahrtspflege findet man diese “Abteilungen” nicht. Aber: Brauchen nicht auch soziale Organisationen entsprechende Abteilungen, Labs, Hubs? 

Mehr Komplexität wagen!

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Haben Sie auch das Gefühl, in Ihren Aufgaben zu versinken? Haben Sie das Gefühl, dass die Anforderungen um Sie herum permanent steigen? Haben Sie das Gefühl, Ihren Mitarbeitenden ebenso wie Ihren Klientinnen und Klienten nicht mehr wirklich gerecht werden zu können? Haben Sie das Gefühl, dass es so doch irgendwie nicht mehr lange weitergehen kann? Dass die Komplexität ständig zunimmt und das ganze System irgendwann platzt, zum Stillstand kommt, explodiert, stirbt, was auch immer? 

Selbstorganisation organisieren! Fünf Schritte für soziale Organisationen

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Wie gehen Sie in Ihrer Organisation neue Projekte an? Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeitenden? Wer hat überhaupt die Ideen für neue Initiativen und Projekte?

Müssen Sie antreiben, weil das Team einfach nicht richtig funktioniert? Oder ziehen schon irgendwie alle an einem Strang? Und in die richtige Richtung? Oder geben Sie einfach die Richtung vor und legen fest, welche Schritte zu gehen sind? Machen Sie klare Ansagen, die dann umzusetzen sind? Der Weg ist klar, und das Ergebnis ebenso?

Oder macht es hier mehr Sinn, das Ziel eher wage zu skizzieren, dafür aber die Mitarbeitenden mit ihren Ideen, mit ihrer Kreativität zum Mitdenken und Mitmachen herauszufordern?

Macht es mehr Sinn, auf Selbstorganisation auch in „kleinen” Bereichen, Projekten, Vorgehen zu setzen? Und wenn ja: Wie geht Selbstorganisation?

New Social Work – eine Skizze

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Die aufmerksamen LeserInnen meines Blogs bekommen meine Irrungen und Wirrungen mit: Was ist der Fokus meines Blogs? Wo soll es hingehen, damit ich nicht doch irgendwann Fashion-Blogger werden muss, wie es einmal ein kurzer Gedanke war… Das Thema New Work und die Übertragung der Denk- und Handlungsweisen der New-Work-Bewegung auf die Soziale Arbeit beschäftigt mich ja schon seit Beginn des Blogs. Aber irgendwie blieb es – für mich vor allem – immer noch irgendwie sehr unspezifisch, was denn das leider oftmals als Buzzword verwendete Wort “New Work” in Verbindung mit Sozialer Arbeit eigentlich ausmacht. Hiermit will ich den Versuch einer Einordnung einer “New Social Work” liefern, die dann auch – hoffentlich – für meine weitere Arbeit an dem Blog handlungsleitend sein wird.

Rezension: Das kollegial geführte Unternehmen

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Kollegiale Führung? Selbstorganisation? Unternehmensdemokratie? New Work? Sinn und Ganzheitlichkeit?

Alles schön und gut.

Wolkenkuckucksheime nennt man diese lustigen Gedankengebäude wohl, die – in ihrer negativen Ausprägung – zu Potemkinschen Dörfern werden!

Agiles Management in Kitas – Spinnerei oder eine echte Lösung?

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Der letzte Beitrag, der Gastbeitrag von Thomas Michl zur Frage, warum das agile Manifest der Softwareentwicklung auch der Sozialwirtschaft den Weg weist, hat mich zu der Frage gebracht, wie denn eine konkrete Umsetzung der agilen Herangehensweise in sozialen Organisationen aussehen kann.

Dabei bin ich auf ein uns als Familie gerade oft beschäftigendes Tätigkeitsfeld sozialer Arbeit gestoßen:

Kindertagesstätten

Und da eine Umsetzung neuer Denk- und Handlungsweisen in Organisationen ihren Ausgang bei den Leitungskräften nehmen muss, fokussiert der Beitrag auf diese: Leitungskräfte in Kitas und die Möglichkeiten agiler Herangehensweisen.

Gerade die Leitungskräfte in Kindergärten oder übergreifender, in Kindertageseinrichtungen, stehen vor besonderen Herausforderungen in ihrem Leitungshandeln.

Sie müssen ihr Team oder ihre Organisation voranbringen, sie müssen mit oftmals schwierigen Eltern arbeiten und sie müssen, zumindest häufig, gleichzeitig im Gruppendienst tätig sein. Hinzu kommt, dass es meist auch noch einen Träger gibt, der einerseits gebraucht wird und damit auch von der Leitung in Anspruch genommen werden muss, der andererseits aber auch Rahmenbedingungen vorgibt, die nicht unbedingt immer hilfreich sein müssen.

Zusammenfassend: Eine schier unmögliche Aufgabe, die zerreißt.

Der Beitrag hier liefert Ansätze, wie agiles Management Leitungskräfte in Kindertageseinrichtungen unterstützen kann, die verschiedenen Rollen auf eine gute Art und Weise unter einen Hut zu bekommen.

Agile Prinzipien – warum das agile Manifest der Softwareentwicklung auch der Sozialwirtschaft den Weg weist

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Gastbeitrag von Thomas Michl


Vor einigen Wochen bat mich Hendrik Epe einen Gastbeitrag zum Thema Agiltät und Sozialwirtschaft zu schreiben.

Als begeisterter Agilist, der selbst immer wieder auch über dieses Thema bloggt, habe ich spontan zugesagt, ohne zu ahnen, auf welche Herausforderung ich mich dabei eingelassen habe. Ich selbst bin nicht in der Sozialwirtschaft tätig, sondern bewege mich in der öffentlichen Verwaltung. Auch besitze ich keine sozialwirtschaftliche Ausbildung. Zwar hat mein Aufgabengebiet zahlreich Schnittstellen in diese Richtung, aber es sind doch zwei verschiedene Schuhe.

Da mir Hendrik es offenbar zutraut, diesen Spagat zu meistern, hoffe ich den geneigten Leser auch tatsächlich nicht zu enttäuschen.

Im Folgenden werde ich versuchen, ausgehend von der Definition, was Sozialwirtschaft überhaupt ist, zu zeigen, dass die agilen Prinzipien – ursprünglich formuliert im “Agilen Manifest der Softwareentwicklung” – nahezu perfekt auch auf die Sozialwirtschaft übertragbar sind und diese befördern.