Monat: Januar 2022

Es wird Zeit, oder: Drei gute Gründe, warum sich soziale Organisation mit Wertschöpfung, Selbstbestimmung und kollektiver Führung beschäftigen müssen

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Wir reden seit Jahren von den Entwicklungen einer neuen Arbeitswelt, Arbeit 4.0 oder gar von New Work. Im Kern, im Maschinenraum von sozialen Organisationen und Bildungseinrichtungen hat sich jedoch wenig bis nichts geändert. Ja, es gibt einige Vorreiter (die im Übrigen sehr gut durch die Krisenzeiten gekommen sind), aber viele Organisationen haben noch nicht einmal von den sich vollziehenden Entwicklungen gehört, geschweige denn daraus konstruktive Schlüsse gezogen. Man könnte diesen Beitrag als erneuten Wink mit dem Zaunpfahl, nein, eher als Wink mit der Zaunfabrik vergleichen: Liebe soziale Organisationen, es wird Zeit! Es ist richtig dringend, es ist 12! Beschäftigt euch mit euren Wertschöpfungsstrukturen, mit den Funktionsweisen selbstbestimmt arbeitender Teams, mit „agiler“ Zusammenarbeit und dem, was unter kollektiver oder kollegialer Führung verstanden wird. Beschäftigt euch mit eurer Zukunft! Warum? Das kannst Du hier lesen.

Mein OKR Set für das 1. Quartal 2022

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Ich wollte Euch ja auf dem Laufenden halten über die Entwicklungen zur Umsetzung meiner Strategie auf dem Weg in meine Selbständigkeit. Außerdem ist die Darlegung meines OKR Set ein Committment, eine höhere Verpflichtung für mich selbst (hoffentlich)… Zur Strategieumsetzung versuche ich, das Framework OKR – Objectives and Key Results – zu nutzen. Hier findest Du nähere Infos dazu, falls es Dich interessiert.

Bevor wir aber ins 1. Quartal 2022 starten, hier noch eine kurze Darlegung, wie ich meine OKR für mich strukturiere.

Meine Struktur der OKR

Zur Erklärung der folgenden Struktur: Ich untergliedere meine Objectives nach den Fokusbereichen, die ich für IdeeQuadrat angehen will:

  1. New Social Work: Das betrifft mein Kerngeschäft. Konkret sind darunter meine Aktivitäten und Angebote zur Organisationsentwicklung zu verstehen, aber auch Themen und Ziele, die IdeeQuadrat allgemein betreffen (bspw. Marketing).
  2. New Social Learning: Das betrifft alle Aktivitäten zum Aufbau von offenen und internen Weiterbildungsangeboten, die ich mit IdeeQuadrat realisieren will. Ideen gibt es einige, Umsetzungen noch nicht 😉
  3. New Social Projects: Das betrifft alles um mein zukünftiges Angebot zur Begleitung von Organisationen bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Projekten und neuen Dienstleistungen wie bspw. der Begleitung bei der Entwicklung von eigenen Weiterbildungsformaten. Aller Voraussicht nach werde ich hier aus ressourcengründen (noch) keine Priorität drauf legen (können).
  4. Private: Ich habe für mich noch einen Bereich „Private“ eingerichtet, der sich um meine persönliche Entwicklung im Rahmen der Selbständigkeit dreht. Denn, soviel steht schon nach der ersten Woche des neuen Jahres fest, Selbständigkeit bedeutet vor allem die Übernahme von Eigenverantwortung und innere Auseinandersetzung mit den kleinen und großen Monstern in mir selbst.

Zu jedem Bereich versuche ich jeweils ein Objective mit entsprechenden Key Results zu definieren. Hinzu kommen dann die Projekte, mit denen ich das Objective umsetzen und die Key Results erreichen will.

Ob das alles so gelingt und ob ich immer alle Objectives teile (vor allem zum 4. Punkt), weiß ich noch nicht. Das ist meine künstlerische Freiheit, die ich mir herausnehme 😉

Fokus New Social Work

Objective 1: IdeeQuadrat ist als Anbieter professioneller Organisationsberatung im Kontext sozialer, kommunaler und Bildungsorganisationen regional bekannter

Key Result 1: Der Text auf meiner Website ist so angepasst, dass mein Angebot klar ersichtlich ist.

Key Result 2: Ich habe ein günstiges, produktähnliches Angebot für die Beratung kleiner sozialer Organisationen erarbeitet und veröffentlicht.

Key Result 3: Ich habe eine Marketing-Strategie erarbeitet, die explizit auf regionale soziale, kommunale und Bildungsorganisationen zugeschnitten ist.

Fokus New Social Learning

Objective 2: Neben individuellen Beratungsangeboten ist der Grundstein für buchbare „Produkte“ gelegt

KR1: Ein mögliches Produktportfolio (nicht nur Weiterbildungen) ist erstellt.

KR2: Die website ist so gestaltet, dass online Produkte (auch Weiterbildungen) angeboten werden können.

KR3: Eine erstes, digitales MVP ist konzipiert und wird angeboten.

Fokus New Social Projects

Das Objective bleibt noch offen, ich muss mich erst noch einspielen und schauen, dass ich in einen halbwegs lebendigen Arbeitsrhythmus komme…

Fokus Private

Objective 3: In meinem Leben herrscht Klarheit 😉

KR1: Ich weiß exakt, wie viele Steuern ich für die letzten beiden Jahre zahlen muss

KR2: Mein Schlaf hat sich soweit normalisiert, dass ich an mindestens vier Nächten in der Woche gut schlafe.

KR3: Ich gehe in der Regel morgens vor der Arbeit spazieren/laufen/radfahren.

Erkenntnisse zu meinem OKR Set für das erste Quartal 2022

Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten? Was habe ich gelernt? Das will ich am Ende immer kurz darlegen, um auch reflektieren zu können, was mit die Arbeit mit diesem OKR Set gebracht hat. Das geht natürlich jetzt nur in der Vorausschau, da ich ja gerade erst anfange.

Ich habe oben die einzelnen Projekte, die ich zur Umsetzung der jeweiligen KR angehen will, noch nicht aufgeführt. Das hängt daran, dass ich diese zu Teilen erst noch erarbeiten muss. Und manchmal tue ich mir dann mit dem Fokus auf eine Sache schwer und veröffentliche lieber schon mal etwas… 😉

Mir ist aufgefallen, dass ich noch ein wenig an der klaren Vision und dem Zweck für IdeeQuadrat schleifen muss: Wo genau will ich hin und was genau ist der Zweck von IdeeQuadrat? Aktuell ist es noch etwas schwer greifbar. Das erschwert dann die Erstellung klarer OKR.

Außerdem muss ich noch an der Ausrichtung für das Jahr arbeiten: Macht es Sinn sog. MOALs, also „midterm goals“ zu erarbeiten, um das Jahr insgesamt in den Blick zu nehmen? Das muss ich für mich weiter testen.

Klar ist: In meiner Situation sind private nicht (ganz) von beruflichen OKR zu trennen. Das spiegelt sich in allem, was ich gerade tue, wieder. Für uns als Familie ist die Situation neu und wir werden eine zeitlang brauchen, um uns in dieser so oder so besonderen Zeit aufeinander einzuspielen…

Jetzt bin ich sehr gespannt, wie es in drei Monaten aussieht, ich werde berichten…


P.S.: Im Beitrag zu den Objectives and Key Results findest Du auch ein OKR Canvas, das ich zur Entwicklung auch meiner OKR genutzt habe.

Und hier kannst Du Dich in den Newsletter eintragen, um die Entwicklung fast live und in Farbe zu verfolgen 😉

Teamzusammenarbeit gestalten: So entwickelst Du wirkungsvolle Spielregeln für Dein Team

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Zuletzt aktualisiert am 19. November 2025 durch HendrikEpe

Ich wurde zu meinem Beitrag zur Notwendigkeit von Leitlinien für die Zusammenarbeit im Team gefragt, wie denn konkret vorzugehen ist, um die Teamzusammenarbeit mit Leitlinien – ich nenne sie hier Spielregeln – zu verbessern und was in den Spielregeln stehen sollte. Meine Erfahrungen dazu, mein Vorgehen und eine mögliche Gliederung mit entsprechenden Fragen, findest Du in diesem Beitrag.

Warum braucht Dein Team Spielregeln?

Viele Organisationen haben ein Leitbild – doch auf Teamebene bleibt es oft abstrakt und wenig lebendig. Die entscheidende Übersetzung globaler Werte in den konkreten Teamalltag fehlt. Genau hier setzen Spielregeln für die Zusammenarbeit an.

Die gemeinsame Auseinandersetzung mit der Frage „Wie wollen wir konkret zusammenarbeiten?“ schafft echte Orientierung in komplexen Situationen. Das Committment auf gemeinsam definierte Regeln erleichtert die tägliche Arbeit erheblich – auch wenn Festlegungen im sozialen Bereich zunächst ungewohnt erscheinen mögen.

Ein konkretes Beispiel: Stell Dir eine Entscheidung vor, die in einer Pattsituation zu enden droht: „Berücksichtigen wir jetzt die Bedarfe der Mitarbeiter:innen oder die der Klient:innen?“ Eine klare Festlegung in Euren Spielregeln – etwa „Fokus Klientel vor Fokus Mitarbeitende“ – beantwortet diese Frage sofort.

Besonders in Zeiten von Homeoffice und Remote Work bieten Spielregeln unverzichtbare Orientierung. Die digitale Zusammenarbeit stellt uns vor neue Herausforderungen. Denkt deshalb bei der Entwicklung Eurer Spielregeln virtuelle Settings direkt mit:

  • Wie kann virtuelle Zusammenarbeit in Eurem Team gelingen?
  • Welche spezifischen Regeln braucht es dafür?
  • Gibt es Unterschiede zur Präsenzarbeit?

Der Prozess: So entwickelst Du Spielregeln für Dein Team

Partizipation ist nicht verhandelbar

Ein grundlegender Erfolgsfaktor vorab: Spielregeln für die Teamzusammenarbeit entwickelt Ihr partizipativ – gemeinsam im Team. Die Beteiligung aller Teammitglieder ist notwendig, um echte Verbindlichkeit zu schaffen. Im Elfenbeinturm von der Teamleitung allein erarbeitete Regeln sind meist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben stehen.

Dieser Grundsatz gilt übrigens auch für Leitbilder der Gesamtorganisation: Mehr Einbindung führt zu lebendigeren Ergebnissen.

Hinzuweisen ist jedoch darauf, dass Partizipation nicht bedeutet, dass alle und jede:r bei allem und jedem mitreden muss. Schon rein aus Effizienzgründen ist es sinnvoll, dass – bspw. durch die Teamleitung oder auch ein Teammitglied – ein Entwurf der Spielregeln erarbeitet wird, der dann gemeinsam angepasst, verbessert und abgestimmt wird.

Letzter Aspekt hierzu: Da die Führungskräfte von Teams, Bereichen oder auch der Gesamtorganisation qua Rolle eine andere Verantwortung „für das Überleben der jeweiligen Einheit“ (Team, Bereich, Abteilung, Organisation) haben, ist es selbstverständlich auch d’accord, nicht (durch das Team) verhandelbare Spielregeln – begründet – vorzugeben.

Workshop-Format: Analog oder digital?

Bewährt hat sich ein Tagesworkshop oder Klausurtag, an dem sich die Teammitglieder wirklich auf die Aufgabe konzentrieren können. Idealerweise findet dieser nicht in der eigenen Organisation statt, sondern an anregenden Orten in der Umgebung. Das öffnet Raum und Gedanken. Optimal ist eine externe Moderation (höhö).

Ja, ich weiß, Präsenz-Workshops sind manchmal schwierig – sei es wegen knapper Ressourcen, wegen der Notwendigkeit durchgängiger Betreuung der Klient:innen oder aus anderen Gründen. Dann funktioniert die Entwicklung auch online als Remote-Workshops (funktionierende Technik und Internetverbindung vorausgesetzt). Aktuell begleite ich einen Prozess mit mehreren kurzen Online-Settings, in denen wir Spielregeln Schritt für Schritt entwickeln. Das spart Ressourcen und ermöglicht die (zumindest bessere) Einbindung auch jener Teammitglieder, die gerade Dienst haben.

Und ja, ich weiß auch, dass externe Begleitung nicht immer ganz günstig ist. Versucht es allein im Team – der Prozess lohnt sich! Einzelne Kolleg:innen können bspw. die Gliederung und dann Gliederungspunkte als Entwürfe erarbeiten, die dann in Teambesprechungen diskutiert und zu gemeinsamen Spielregeln zusammengeführt werden.

Eine bewährte Gliederung für Eure Spielregeln

Wichtig vorab: Es gibt keine Blaupause für Spielregeln. Jedes Team ist anders, arbeitet anders, hat andere Aufgaben und einen anderen Existenzweck.

Die folgenden Ausführungen sind beispielhaft – nutzt sie als Anregungen und passt sie für Euer Team an!

1. Mission/Purpose des Teams

Das englische Wort „Purpose“ lässt sich übersetzen mit Sinn und Zweck, Daseinszweck oder Bestimmung. Im Begriff steckt auch eine Zukunftsperspektive.

Stellt Euch diese Fragen:

  • Wofür existiert dieses Team?
  • Was ist sein Daseinsgrund?
  • Was ist sein Auftrag in der Organisation?

Die Antworten dienen später als Nordstern, als Ausrichtung für Teamentscheidungen.

2. Wirkung und Ziele

Zentrale Fragen:

  • Woran erkennt Ihr, dass Ihr gute Arbeit macht und als Team Wirkung erzeugt?
  • Welche Kriterien könnt Ihr anlegen, um Wirkung zu messen?

Ja, es ist nicht immer einfach, die Wirkung personenbezogener sozialer Dienstleistungen zu messen. Gerade deshalb braucht es Orientierung, ob und wie soziale Arbeit gut funktioniert. Wirkung lässt sich definieren als „eingetretene Veränderungen oder Stabilisierungen bei den Zielgruppen eines Programms, die ursächlich auf dieses Programm zurückgehen.“

3. Kommunikation

Hier wird es konkret:

  • Wann kommuniziert Ihr (feste Zeiten für Teamsitzungen)?
  • Über welche Tools kommuniziert Ihr (besonders bei digitaler Kommunikation)?
  • Finden Teamsitzungen remote oder analog statt – und warum?

4. Dokumentation und Aufgaben

Im Zusammenhang mit Kommunikation steht die Frage nach der Dokumentation von Entscheidungen, Beschlüssen und wichtigen Informationen.

Klärt:

  • Wo finden sich welche Infos, die für die Teamarbeit wichtig sind?
  • Gibt es Protokolle? Oder sind virtuelle/analoge Whiteboards (bspw. mit Kanban-Logik) sinnvoller?
  • Wo finden sich Projekte und deren aktueller Status?

Ich kenne viele Einrichtungen, in denen „vor sich hingewurschtelt“ wird. Viel Zeit fließt in die Suche nach Dokumenten, der Frust ist hoch, wenn jemand Inhalte im falschen Dokument ablegt, und Projekte tauchen immer wieder auf der Tagesordnung auf, ohne voranzukommen. Das nervt nicht nur – es kostet Geld und mindert die Qualität Eurer Leistungen.

Macht Eure Spielregeln sehr konkret, mit Namen! Beispiel: „Unsere Protokolle legen wir in der Dateiablage unter [Pfad] ab. Verantwortlich für transparente Dokumentation ist Claudia, vertreten wird sie von Klaus.“

5. Entscheidungen

Wie werden Entscheidungen in Eurem Team getroffen? Meist gibt es eine Teamleitung – aber muss diese alle Entscheidungen treffen? Sicher nicht. Zudem führt die Personalsituation dazu, dass wir in vielen Arbeitsfeldern zukünftig verstärkt mit selbstbestimmt arbeitenden Teams agieren werden: Niemand will mehr automatisch Leitungsposten übernehmen.

Es braucht also Spielregeln, wie welche Entscheidungen getroffen werden. Zwei hilfreiche Ansätze:

Es gibt mehr und sinnvollere Möglichkeiten, gute Entscheidungen schnell zu treffen als demokratische Abstimmungen, Konsens-Debatten oder Top-Down-Anweisungen.

6. Verbindlichkeit

Hier bewegen wir uns auf der Ebene der Werte. Die Einführung von Spielregeln (und Regeln überhaupt) sind nur dann sinnvoll, wenn sich alle Betroffenen auch daran halten. Das macht es so wichtig, nicht automatisch die Teamleitung oder immer alle entscheiden zu lassen – sondern jene, die von der Entscheidung unmittelbar betroffen sind.

Wie Du Verbindlichkeit in Deinem Team steigern kannst, habe ich auch hier beschrieben.

7. Entwicklung und Lernen

Wie entwickelt Ihr Euch als Menschen und als Team? Wie wollt Ihr mit Fehlern umgehen? Auch Fragen zu Fort- und Weiterbildungen gehören hierher: Wer kann, darf und soll welche Weiterbildungsangebote wahrnehmen? Gibt es festgelegte Zeiten für kollegiale Beratungen im Team? Wie ist Supervision bei Euch geregelt? Und so weiter…

8. Transparenz

Dieser Wert spielt bei selbstbestimmten Entscheidungen in Teams eine wesentliche Rolle. Ihr könnt nur dann gut arbeiten, wenn offen, ehrlich und transparent kommuniziert wird. Wissen darf nicht zum eigenen Vorteil zurückgehalten werden.

Mitarbeiter:innen können die Wahrheit sehr gut vertragen – es sind erwachsene Menschen, die für ihre Arbeit bezahlt werden. Das gilt auch für finanzielle Aspekte oder Kennzahlen. Wenn es finanziell nicht gut läuft, wissen die Mitarbeitenden das meist sowieso schon – oft sogar vor den Führungskräften.

9. Weitere Themen

Eurer Kreativität in der Gestaltung der Spielregeln sind keine Grenzen gesetzt:

  • Welche Werte sind Euch als Team wirklich wichtig?
  • Wie gelingt es, diese Werte in konkrete, handlungsleitende Prinzipien zu übersetzen?
  • Welche Regeln sind für Euch wirklich wichtig?

Das ist entscheidend: Spielregeln sind nur dann sinnvoll, wenn sie von der abstrakten Ebene zu ganz konkreten, umsetzbaren und Orientierung gebenden Leitplanken werden.

Scheut Euch nicht, Verantwortlichkeiten festzulegen und Namen in die Spielregeln zu schreiben. Erst dadurch entsteht „skin in the game“ – erst dann spüre ich als Einzelne:r die Konsequenzen, wenn ich meiner Aufgabe nicht nachkomme.

Spielregeln sind „Working Papers“

Ein letzter, wichtiger Hinweis:

Spielregeln bringen nichts, wenn sie zu Leidlinien werden, vor sich hin gammeln und in Schubladen vergilben.

Spielregeln für die Zusammenarbeit im Team sind wertvoll, wenn wirklich mit ihnen gearbeitet wird – wenn sie Grundlage für Teamsitzungen sind und regelmäßig (mindestens jährlich) angeschaut und überarbeitet werden.

Auch hier wieder die Frage:

  • Wer ist für die Nutzung und Überarbeitung der Spielregeln verantwortlich? Wählt eine Person aus dem Team, die zuständig ist – auch wenn sich das zunächst ungewohnt anfühlt! Und legt ein genaues Datum fest, wann die Überarbeitung stattfindet.

Zum Ende noch eine aktuelle Beobachtung:

Spielregeln für Leitungsteams

Ich arbeite in vielen Fällen mit Gruppen von Leitungskräften, bspw. in Führungskräfteklausuren. Auch diese Gruppen lassen sich als Team definieren – das Leitungsteam eben. Und auch diese Teams brauchen Spielregeln, da häufig in diesen Runden unklar ist:

  • Was ist der Zweck der Leitungsrunde? Warum sitzen wir zusammen?
  • Treffen wir hier gemeinsam Entscheidungen? Oder bereiten wir Entscheidungen für die darüber liegende Ebene vor? Und wenn gemeinsame Entscheidungen getroffen werden: Wie genau machen wir das eigentlich?
  • Wie genau sind unsere Treffen gestaltet: Wo wird dokumentiert? Wie halten wir Entscheidungen nach, so dass wir tatsächlich vorankommen?
  • Wer muss eigentlich in der Runde dabei sein, wer kann dabei sein?

Kurz: Die Erarbeitung von gemeinsamen Spielregeln ist auch (und vielleicht sogar insbesondere) auf Leitungsebene sinnvoll.


Und bei Dir so: Habt ihr Spielregeln im Team erarbeitet? Gelingt die Arbeit damit? Und falls nicht: Habt ihr Lust, welche zu erarbeiten? Dann nehmt gerne Kontakt auf…

Die IdeeQuadrat-Strategie 2025, oder: Verführungen am äußeren Rand der Panikzone

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tl:dr: Ich mache mich mit IdeeQuadrat im Jahr 2022 – also jetzt – komplett selbständig. Ich verlasse meine Komfortzone und begebe mich in neue Abenteuer am Rande der Panikzone und weiter. Das ist mit Blick auf die Historie nachvollziehbar: Mit IdeeQuadrat bin ich schon eine Weile unterwegs. Mein Fokus hat sich dabei nicht geändert. Ich bin immer noch und zunehmend überzeugt davon, dass Soziale Organisationen, Bildungseinrichtungen und kommunale Verwaltungen „New Work Vorreiter“ sein können (wenn nicht gar müssen). Und am Rande der Panikzone – in meiner Arbeit – will die Organisationen dahin verführen, ihren Zweck bestmöglich zu erfüllen. Hinzu kommen Bildungsangebote und die Begleitung bei der Projektentwicklung. Kurz: Hier ist meine IdeeQuadrat-Strategie für die kommenden Jahre.