Werde zur eigenen Organisation, oder: Auf dem Weg zur Sozialwirtschaft 4.0

Sozialwirtschaft 4.0

#tl;dr: Der Beitrag nimmt „die Sozialwirtschaft“ in den Blick und geht der Frage nach, wie es gelingen kann, diese Branche auf das nächste Level, hin zu einer Sozialwirtschaft 4.0, zu heben. Dazu braucht es Organisationen, Verbände und Initiativen, da der Wandel von diesen ausgehen kann. Aber wer hört schon wirklich auf die eigene Organisation?


Wahrscheinlich kennst Du die Theory U von Otto Scharmer? Falls nicht kannst Du es einmal bei Ecosia nachschlagen, denn eine kurze Erläuterung dieses hoch spannenden Transformationsansatzes ist schwer, wenn nicht gar unmöglich, wenn Scharmer schon 10 Jahre daran arbeitet 😉 Also: Googlen bei Ecosia und dann weißt du dazu mehr.

System Change

Im Rahmen der Theory U hat Scharmer – das ist das eigentliche Thema – die Frage gestellt, wie es gelingt, die Transformation sozialer Systeme so zu gestalten, dass eine neue Ebene der Wahrnehmung im jeweiligen System erreicht werden kann. Hilfreich ist dazu dieses Bild:

Hier zeigt sich, dass es in gesellschaftlichen Funktionssystemen zu Entwicklungsstufen kommt, die die grundlegenden Prinzipien des jeweiligen Systems völlig neu kreieren.

Dabei ist auch klar, dass nicht das Gesamtsystem von Stufe 1.0 auf 2.0 und so weiter „hüpft“, sondern verschiedene Menschen, Organisationen, Zusammenschlüsse, Initiativen etc. in einem System auf unterschiedlichen Ebenen agieren. So kann der Hausarzt auf dem Dorf noch stark „traditional doctor-centric“ agieren, obwohl die evidenzbasierte Medizin eigentlich Standard sein müsste. Gleichzeitig gibt es bereits Vorreiterorganisationen im Medizinsektor (dazu empfehle ich den Film „Augenhöhe“), die bereits patientenzentriert auf Stufe 3.0 oder weiter sind.

Gleiches gilt für andere Gesellschaftssysteme, wie bspw. das Bildungssystem, das sich aktuell aus meiner begrenzten Wahrnehmung im Gros auf Ebene 1.0, 1.1, vielleicht 2.0, ganz selten 3.0 bewegt, es gleichzeitig aber Initiativen gibt, die mindestens Ansätze von 4.0 erreichen (die Initiative „Urbanes Lernen Freiburg” gehen in meinen Augen in die Richtung):

Sozialwirtschaft 4.0, echt jetzt?

Nach dem Besuch bei der ConSozial beschäftigt mich die Frage:

Wie sähe eine Sozialwirtschaft auf Ebene 4.0 aus?

Vor dem Versuch einer Beantwortung nur der Hinweis, dass es – wie gesagt – niemals gelingen wird, „alle“ Organisationen gleichzeitig zur nächsten Stufe hüpfen zu lassen. Es wird Vorreiter und es wird Nachzügler geben. So gibt es bereits Organisationen wie bspw. die Assistenz Krefeld, Verbände wie den DiCV Essen oder und verschiedene andere Initiativen in der “klassischen” Sozialwirtschaft, die sich auf den Weg gemacht haben. Die verlinkten Beispiele sind sicherlich nicht die Einzigen, deswegen: Falls Du mehr kennst: Immer her damit und ab in die Kommentare, please!

Ach ja, 4.0 bedeutet (hier) nicht Digitalisierung! 4.0 bedeutet hier: Aufmerksamkeitsbasierte, gemeinsame, vertrauensvolle Arbeit an der Entwicklung zukunftsfähiger Gesellschaft(ssysteme).

Da kann Digitalisierung – wie immer – Mittel zum Zweck sein!

Rahmenbedingungen, stupid

Die Beantwortung der Frage nach einer Sozialwirtschaft 4.0 im Sinne der obigen Tabelle beginnt mit einem Blick auf die Rahmenbedingungen der Sozialwirtschaft.

Um es nicht zu komplex zu gestalten, nehmen wir mal das von mir hier unten großartig illustrierte 😉 sozialwirtschaftliche Dreieck, also die Verbindung zwischen Kostenträger, Nutzer*in (offiziell “Leistungsberechtigter”) und Organisation, dem Leistungserbringer.

Sozialwirtschaftliches Dreieck

Dabei zeigt sich, dass die Organisationen als Leistungserbringer vornehmlich abhängig sind von gesetzlichen Entscheidungen und damit von einem nicht unmittelbar selbst zu beeinflussenden System.

Misstrauen als Leitprinzip politischer Entscheidungen

Jetzt kann man historisch betrachtet sagen, dass die gesetzlichen Entscheidungen der Kostenträger aka dem Politiksystem, spätestens seit den 90er Jahren, fast ausschließlich nach dem Misstrauensprinzip getroffen wurden.

Hintergrund dafür waren damals vor allem exorbitante Kostenentwicklungen in verschiedenen Arbeitsfeldern der sozialen Arbeit, die versucht wurden, durch (Teil-)Privatisierungen öffentlicher Angebote über die Implementierung von “Kunden- und Organisationsmodellen”, bis zur Steuerung durch Kennzahlen, Berichtspflichten, Qualitätsmanagement etc. in den Griff zu bekommen (vgl. bspw. Albus, S. 2012, S. 480, in Thole, W. (Hrsg., 2012): Grundriss Soziale Arbeit). Kurz: Viele Organisationen haben unwirtschaftlich und damit nicht professionell agiert. Das musste bestraft werden!

Das hinter dem Misstrauensprinzip stehende Menschenbild passt für mich in Theorie X von Douglas McGregor, nach der Menschen angeborene Abneigung gegenüber Arbeit haben und damit versuchen, Anstrengung generell und damit gute Arbeit so gut es geht zu vermeiden. Das führt dazu, dass jeder Schritt kontrolliert, geführt und mit Strafandrohung in die richtige Richtung gezwungen werden muss. Eigenverantwortung, Selbstorganisation und das sinnvolle Treffen von Entscheidungen im Sinne der Organisationsziele wiederum werden – aus Sicht dieses Menschenbilds – von den Menschen vermieden.

Wer einmal einen europäischen Förderantrag ausgefüllt oder die weit über 200 Seiten des BTHG gelesen hat, weiß wovon ich rede. Und auch wenn die Sanktionen zu Hartz IV gelockert wurden, bleiben viele Sanktionen bestehen. Über die Notenvergabe im Bildungssystem rede ich hier lieber mal nicht… Und ganz aktuell ist in meiner Timeline das folgende Video aufgetaucht, dass die Absurdität des Misstrauensprinzips mehr als unterstreicht:

Wir wussten es doch auch nicht besser, oder?

Meine These lautet hier, dass aufgrund des von den Kostenträgern gelebten Misstrauensprinzips sowie aufgrund fehlenden besseren Wissens und einer grundlegenden Abneigung der sozialen Arbeit gegen “irgendwas mit Zahlen” traditionelle, sozialtechnisch orientierte Managementmodelle – jetzt wieder zur Tabelle, Ebene 1.0 und 2.0 – in sozialen Organisationen, Verbänden etc. implementiert wurden, die die Anforderungen der Kontrolle gegenüber den Mitarbeiter*innen und damit die Anforderungen der Kostenträger erfüllt haben.

Die in sozialen Organisationen schon immer zu bewältigende Komplexität und Dynamik hingegen konnten und können mit den Modellen – Schlagworte sind bspw. Kennzahlen Controlling, QM und QS, Prozesskostenrechnung etc. – nicht bewältigt werden.

Dies wiederum führte und führt aktuell dazu, dass soziale Organisationen, obwohl sie die besten Voraussetzungen für „New Work Vorreiter-Organisationen“ aufweisen (dazu gleich mehr), einen Fachkräftemangel haben, der Leistungen nicht mehr adäquat abdeckbar macht.

Schließende Pflegeeinrichtungen, Kitapersonal mit fragwürdiger Qualifikation oder hohe Krankenstände in den Organisationen, Burnout etc. sind Belege dafür. Denn: Wer will schon soziale Arbeit unter der permanenten Misstrauensvermutung ausführen?

Das geht nicht lange gut.  

Dilemma zwischen Komplexität und Kostenträgern

Damit stehen wir vor einem Dilemma:

Soziale Organisationen sind schon immer gezwungen, Komplexität und Dynamik zu bewältigen und „stakeholderorientierte Netzwerkarbeit“ (3.0 der obigen Tabelle) zu leisten. Dazu bedarf es des Vertrauensprinzips, und zwar allen Stakeholdern gegenüber, sonst macht Netzwerkarbeit und zukunftsfähige Entwicklung im Sinne der obigen Tabelle keinen Sinn.

Soziale Organisationen sind aber gleichzeitig gezwungen, die immer noch teils absurden Anforderungen der Kostenträger (Stufe 1.0 und 2.0) zu erfüllen, um die Finanzierung sicherzustellen.

Und nun? Wie kommen soziale Organisationen aus diesem Dilemma und wie sähe denn eine Organisation in der „Sozialwirtschaft 4.0“ bzw. eine „New Work Vorreiter-Organisation“ aus?

Bleiben wir noch kurz beim Dilemma:

In einem spannenden, wenn auch kurzen Gespräch zum Ende der ConSozial in unserer Blogger-Lounge 😉 (s.o.) wurde die These geäußert, dass sich soziale Organisationen viel zu sehr den äußeren Anforderungen anpassen, anstatt ihre Macht nutzen und aktiv gestaltend tätig werden.

Zur Erläuterung:

Schon damals, bei Einführung des “neuen Steuerungsmodells” haben sich soziale Organisationen den Anforderungen der Kostenträger unterworfen und begonnen, von einer falsch verstandenen Kundenorientierung zu schwafeln, vor allem aber unreflektiert angeblich neue, auf dem Misstrauensprinzip basierende, den Anforderungen der traditionellen Betriebswirtschaftslehre entsprechende “Management-Modelle“ einzuführen, die den Anforderungen des Zeitgeists, nicht aber den Anforderungen der hoch komplexen sozialen Organisationen entsprochen haben.

Und heute unterwerfen wir uns – das war eine der Aussagen im Gespräch – der Individualisierung und den mit der digitalen Transformation angeblich einhergehenden Notwendigkeiten, ohne die dahinter liegenden echten Probleme und Bedarfe ausreichend identifiziert und verstanden zu haben.

Was ist denn eigentlich das Problem, für das wir permanent (digitale) Lösungen suchen?

In der Innovationsentwicklung, aber auch in allen agilen Methoden, Scrum, Kanban etc., steht die Ausrichtung am Problem im Zentrum. Daraus folgt:

„Mich interessiert die Lösung nicht, solange es kein echtes Problem gibt!“

Und mit Blick auf die digitalen Entwicklungen, die angeblich heilsversprechend sind, stellt sich die Frage wirklich:

Was ist denn eigentlich das Problem, für das wir (digitale) Lösungen entwickeln?

Die Aufgabe der Sozialwirtschaft mit Blick auf die Individualisierung manifestiert sich im Slogan der YoungCaritas: #ZusammenHaltmachen:

Soziale Organisationen existieren (auch), um Solidarität und Zusammenhalt zu gestalten und damit gegen Auseinanderdriften und Vereinzelung (in) der Gesellschaft zu agieren.

Wo isser denn, der Purpose?

Jetzt aber mal konkret:

Wie gelingt es, den irgendwo schlummernden Sinn, den – neudeutsch – „purpose“ der Sozialwirtschaft, lebendig werden zu lassen, um damit Gesellschaft, Politik und am Ende Kostenträger (oder umgekehrt) zu beeinflussen.

Wie gelingt es, verstärkt in die Aktion zu kommen, anstatt angesichts der Dynamik und Komplexität wie das Kaninchen vor der Schlange zu verharren und auf die nächste Finanzierungsrunde oder Projektausschreibung zu hoffen, die wieder nach den gleichen Prinzipien funktioniert?

New Work Vorreiter-Organisationen

Schon der von mir nicht gerne benutzte Begriff „Purpose“ weißt darauf hin, dass in unseren Organisationen etwas schlummert, das wieder ausgegraben werden muss.

Aber um klar zu machen,was unter einer “New Work Vorreiter-Organisation” zu verstehen ist, gehe ich kurz auf die drei Aspekte Purpose, Selbstorganisation und den Mensch im Mittelpunkt (mehr Leitbildfloskel wollte ich nicht ausgraben) ein.

Also Purpose: Der bereits viral gegangene Beitrag “Du findest deine Arbeit sinnlos? Mach doch meinen Job!” macht es deutlich: „Wenn Du Purpose willst, dann mach doch meinen Soziale Arbeit!“ oder konkret: Wo, wenn nicht in der Sozialen Arbeit, in Kitas, in der Pflege, wo, wenn nicht in der Sozialwirtschaft gäbe es mehr Sinn und „Purpose“? Und trotzdem – das ist das Spannende – schaffen wir es nicht, Menschen für die Organisationen zu gewinnen?!

Und Selbstorganisation: Wenn ich in Vorträgen höre, dass Menschen in sozialen Organisationen endlich mal selbstorganisierter arbeiten sollen, dann weise ich immer auf die Arbeit in der stationären Jugendhilfe hin: Die Menschen in den Wohngruppen sind selbstorganisiert, sie entscheiden unmittelbar und bekommen die unmittelbare Rückmeldung für ihre Entscheidungen, manchmal körperlich. Gleiches geschieht in Kitas und in der Pflege, dies geschieht in allen Organisationen, in denen Mitarbeiter*innen in direktem Kontakt zu den Menschen, den Nutzer*innen, stehen. Mit soviel Selbstorganisation muss man erstmal klarkommen.

Drittens wollte ich noch den Menschen in den Mittelpunkt stellen, das aber nur sehr kurz:

Eigentlich, und ich betone dieses “eigentlich”, müssten die Menschen, Mitarbeiter*innen wie Führungskräfte in sozialen Organisationen, wie rohe Eier behandelt werden: Wir haben keine anderen „Produktionsmittel“. Ali Mahlodji hat das einmal sehr treffend ausgedrückt (auch wenn ich die Quelle nicht mehr genau weiß):

Die HR (Human Ressources) sind der HR der Organisation – der Heart Rate.

Die Menschen sind der Herzschlag unserer Organisationen.

Ja, genau, die Menschen, die bei Dir arbeiten, auch wenn das Herz vielleicht oft sehr langsam und manchmal vielleicht sogar aus dem Takt schlägt.

Die Realität sieht aber anders aus: Wir tauschen Menschen mit befristeten Verträgen schneller aus, als wir Befristungsgesetz sagen können und Personalentwicklung wird nicht sehr großgeschrieben. Es gibt, wie gesagt, tolle Ausnahmen, aber mal ehrlich: Wie sieht es denn in der Breite der etwa 1,9 Millionen Beschäftigten aus?

Und dann wundern wir uns über den extremen Fachkräftemangel, trotz „purpose“? Nicht ernsthaft, oder?

Falls Du noch mehr zu meinem Verständnis dieser „New Work Vorreiter-Organisationen“ lesen willst, hier entlang, aber mir ging es ja um die Frage, wie so eine Organisation konkret aussehen könnte.

Werde zu Deiner Organisation

Dazu werden wir mal virtuell zur eigenen Organisation. Klingt komisch, kann aber ganz lustig sein. Also, setz dich mal hin, nimm dir eine Minute und werde zu Deiner Organisation 😉

Also, liebe Organisation, lieber Verband, liebe Initiative, hier ein paar Ideen für Deinen Weg hin zu Sozialwirtschaft 4.0, hin zu einem anderen Verständnis von Management und Führung, hin zum Vertrauensprinzip, hin zur Lösung sozialer Probleme und Stärkung gesellschaftlichen Zusammenhalts, wenn Du ihn denn gehen willst:

  1. Sei laut, wild und wunderbar! Sei mutig, das zu vertreten, was wirklich hinter dem steckt, was Dein Kernanliegen ist.
  2. Sei Dir Deiner Herkunft bewusst! Du wurdest einmal gegründet, um ein Problem zu lösen. Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, gäbe es Dich jetzt nicht mehr. Schau mal nach, was genau der Grund war, warum Du damals gegründet wurdest. Damit ist Dein Kernanliegen meist sehr klar.
  3. Sei professionell! Agiles, selbstorganisiertes Arbeiten heißt nicht, dass jeder Deiner Menschen machen kann, was er will. Das hat damals in den 90er Jahren zu den Einschränkungen Deiner Freiheiten durch die Kostenträger und damit zu den auf dem Misstrauensprinzip aufbauenden Management-Modellen 1.0 und 2.0 geführt, die Du jetzt an der Hacke hast.
  4. Sei mutig! Die Anforderungen der Kostenträger sind einzuhalten, ob Du willst oder nicht. Das ist aber nicht der Zweck Deiner Existenz (siehe 2.). Versuche also, einerseits die Anforderungen zu erfüllen, ohne zu ängstlich zu sein, neue Wege zu gehen, Neues zu probieren und damit auch mal zu Scheitern.  
  5. Sei offen! Ja, klar, zu viel Offenheit kann dazu führen, dass Du schlecht schlafen kannst, weil Du nicht mehr weißt, wer zu Dir gehört und wer nicht. Aber so geschlossen, wie Du manchmal agierst, läufst Du Gefahr, wichtige Entwicklungen nicht mehr mitzubekommen. Außerdem laufen da draußen tolle Organisationen rum, mit denen Du Deinen Zweck tausendmal besser erfüllen kannst als alleine.
  6. Sei einfach! Klar ist es irgendwie cool, zu wachsen, größer zu werden. Aber hat Dir das wirklich dabei geholfen, Deinen Zweck besser zu erfüllen? Und die ganzen Regeln und Vorgaben haben nur dazu geführt, dass Du irgendwie unbeweglich geworden bist, oder? Also: Abspecken, weglassen, Sport machen, um überflüssige Regeln und Strukturen zu verlieren.
  7. Hab Vertrauen zu Dir! Yoah, Deine Menschen, die, die bei Dir ein und ausgehen, sind nicht unbedingt so unterwegs, wie Du Dir das wünscht. Da sind Stänkerer dabei, da sind Angsthasen unterwegs, da sind Kontrollfreaks am Start und freie Radikale, die Dich in Deiner Ruhe stören. Aber noch einmal: Hab Vertrauen! Jede/r von denen hat sein eigenes Anliegen, sein eigenes Leben, Stress mit Mann und Kindern, Geldsorgen, eine pflegebedürftige Oma. Und wenn Du Dich verändern willst, müssen sich auch die Deine Menschen, Dein Herzschlag, verändern. Du gibst Sicherheit ab, die die Menschen bei sich selbst finden müssen. Das geht nicht von heute auf morgen. Die haben nämlich Angst vor dem, was kommt. Sicherheit in sich selbst kennen viele Deiner Menschen noch nicht. 
  8. Hab Vertrauen zu den anderen! Gandhi sagt: “Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.” Kann nicht ganz falsch sein, bedeutet aber, den Menschen und Organisationen zu vertrauen, mit denen Du für die Erreichung Deines Anliegens zusammenarbeiten musst. Dann vertrauen Dir auch die anderen.

Ach ja, kurz noch:

Hast Du eigentlich Deinen Platz in jeder Besprechung? Oder sprechen Deine Menschen nur über Dich und nicht mit Dir? Naja, auch das müssen die erst lernen, sei nicht zu ungeduldig… 😉

Sozialwirtschaft 4.0 und damit back to Reality

So, Experiment zu Ende. Wie ging es Dir als Deine Organisation? Bissle komisch, oder?

Und wie geht es der Branche insgesamt?

Wie kann es gelingen, mehr Organisationen auf den Weg zu 4.0 im obigen Sinn zu bringen, zu New Work Vorreiter-Organisationen zu machen und damit die Branche im Gros und übergreifend Gesellschaft zukunftsfähig zu gestalten?

Lass‘ mal zusammen weiterdenken!

7 comments on “Werde zur eigenen Organisation, oder: Auf dem Weg zur Sozialwirtschaft 4.0

  1. HendrikEpe am

    Hey,

    welches Verständnis von Kundenorientierung (nicht von Qualität, different topic) legst Du hier zugrunde?

    Danke für Dein Feedback…

    LG

    Hendrik

    Antworten
    • Für mehr Qualität in der Sozialen Arbeit am

      “Die Kundenorientierung beinhaltet die regelmäßige, systematische Erfassung und Analyse der Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden sowie deren Umsetzung.” https://refa.de/service/refa-lexikon/kundenorientierung

      Qualität ist ein entscheidender Teil von Kundenorientierung: “Aus Sicht der Kunden beschreibt Kundenorientierung die Realisation von Produkt- und Servicequalität im direkten Kontakt mit dem Unternehmen:
      ◾Welche Qualität haben die Produkte?
      ◾Wie hoch ist die Dienstleistungsqualität?
      ◾Wie stark ist die Flexibilität bei der Leistungserbringung?
      ◾Wie hoch ist die Offenheit des Unternehmens für Anregungen seitens des Kunden?”

      Da könnte sich offensichtlich einige Sozialunternehmen mal ein Beispiel dran nehmen!

      Antworten
  2. Für mehr Qualität in der Sozialen Arbeit am

    Kundenorientierung bedeutet, dass sich die Leistung an den Wünschen des Leistungsberechtigten ausrichtet! Deshalb gibt es auch das Wunsch- und Wahlrecht im KJHG – SGB VIII in der Jugendhilfe. Das ist gelebte Kundenorientierung – die Bezeichnung Nutzerin ist hier völlig fehlt am Platz! Hier sollte das eigene Selbstverständnis von Kundenorientierung einmal kritisch hinterfragt werden.

    Antworten
    • HendrikEpe am

      Huhu,

      zunächst: Ich mag es begrenzt, mit jemandem zu kommunizieren, dessen Namen ich nicht kenne?! Wer bist denn du?
      Und wenn du meine Beiträge kennst, weißt du, welches Verständnis der Kundenperspektive in der Sozialen Arbeit ich habe…

      Fällt Dir noch was zum Beitrag ein?

      LG

      Hendrik

      Antworten
      • Für mehr Qualität in der Sozialen Arbeit am

        Bei der Frage von Qualität und Kundenorientierung in der Sozialen Arbeit geht es nicht darum, welches Verständnis der Verfasser von Kundenperspektive hat sondern was allgemeingültige Definition von Kundenorientierung ist. Und dabei geht es um Wünsche, die vom Leistungserbringer zu eruieren und im Rahmen einer qualitativ hochwertigen Leistungserbringung auch nach besten Möglichkeiten zu erbringen sind.

        Antworten
        • HendrikEpe am

          Hey,

          welches Verständnis von Kundenorientierung (nicht von Qualität, different topic) legst Du hier zugrunde?

          Danke für Dein Feedback…

          LG

          Hendrik

  3. Besserwisser am

    Kundenorientierung bedeutet, dass sich die Leistung an den Wünschen des Leistungsberechtigten ausrichtet! Deshalb gibt es auch das Wunsch- und Wahlrecht im KJHG – SGB VIII in der Jugendhilfe. Das ist gelebte Kundenorientierung – die Bezeichnung Nutzerin ist hier völlig fehlt am Platz! Hier sollte das eigene Selbstverständnis von Kundenorientierung einmal kritisch hinterfragt werden.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.